Was ist aufgabenzentriert

In den Kontakten mit Kindern/Jugendlichen und Familien entstehen Hypothesen, aus denen sogenannte „Aufgaben“ herauskristallisiert werden.

Mit einer "Aufgabe" soll das System in Bewegung gebracht werden. Im Idealfall tragen alle Beteiligten des Systems einen Teil zur Lösung der "Aufgabe" bei (Kind/Jugendlicher, Eltern, Spinnennetz-Institut, Schule/Kindergarten/Betrieb, u.a.). Die "Aufgabe" muss angemessen und lösbar sein. Sie unterliegt einem ständigen Beobachtungs- und Verstehensprozess durch den fallverantwortlichen Mitarbeiter und das Team.

Ist eine "Aufgabe gelöst", entsteht idealerweise ein neues Fließgleichgewicht im System.

Die Aufgabenzentrierung ermöglicht uns, den Kindern/Jugendlichen und Familien in einem möglichst kurzen Zeitraum neue Blickwinkel auf Blockaden oder entwicklungshemmende Vorstellungen aufzuzeigen, und diese Probleme in lösbare Aufgaben umzuformulieren.

Diese werden im Verlauf mit Hilfe von verschiedenen therapeutischen (z.B. systemische, analytische, verhaltenstherapeutische oder schematherapeutische Methoden, verschiedene Entspannungsverfahren) und pädagogischen (z.B. Umgang mit intellektuellen Forderungen, Lerntherapie, Gruppengespräche, Wahrnehmungs-, Achtsamkeitsschulung, kreatives Gestalten, Töpfern, Schach, Reiten, Musik, Schneidern, Klettern) Mitteln bearbeitet und dem Verstehen zugänglich gemacht, damit die Kinder/Jugendlichen und Familien im Verlauf die Möglichkeit haben, sich für andere Wege als „bekannte, eingefahrene“ zu entscheiden.